

Ein Screenreader erreicht dein Teamfoto auf der Über-uns-Seite und liest vor: „IMG_4521 Punkt jpg“. Für die Person, die das hört, ist an dieser Stelle der Seite eine Lücke. Für Google ist es eine verpasste Information. Beides lässt sich mit einem einzigen Feld beheben: dem Alt-Text.
Ein Alt-Text (alternativer Text) ist die Beschreibung eines Bildes im HTML-Attribut alt. Er wird vorgelesen, wenn das Bild nicht sichtbar ist, und er wird angezeigt, wenn das Bild nicht lädt. Suchmaschinen nutzen ihn zusätzlich, um den Bildinhalt einzuordnen. Wie du ihn schreibst, hängt vor allem davon ab, wofür das Bild auf der Seite da ist.
Ein Alt-Text beantwortet die Frage: Was würde fehlen, wenn das Bild nicht da wäre? Dasselbe Foto kann je nach Seite einen anderen Alt-Text brauchen.
Eine feste, verbindliche Zeichengrenze gibt es nicht. Als Faustregel gilt: so kurz wie möglich, so lang wie nötig. Barrierefreiheits-Leitfäden empfehlen häufig etwa 80 Zeichen als Obergrenze, in der SEO-Praxis werden oft 125 bis 150 Zeichen genannt. Wenn du dich an einem Satz orientierst, liegst du fast immer richtig. Wer für ein Bild mehr als zwei Sätze braucht, sollte die Information besser in den Fließtext oder eine Bildunterschrift verlagern.
Zwei Kleinigkeiten helfen beim Lesen: Fang nicht mit „Bild von“ oder „Foto von“ an, denn Screenreader sagen ohnehin, dass es sich um ein Bild handelt. Und schreib normale Sätze statt Schlagwortlisten.
Wenn das Thema des Bildes zum Keyword der Seite passt, darf es im Alt-Text vorkommen, dann aber als Teil einer echten Beschreibung. Ein Alt-Text wie „WordPress-Dashboard mit geöffneter Mediathek und markiertem Feld für den Alternativtext“ funktioniert für Suchende, Screenreader und Google gleichermaßen. Erzwungene Wiederholung des Hauptkeywords in jedem Bild bringt dagegen nichts und wirkt auf Suchmaschinen eher verdächtig.
alt="" schauen. Alternativ zeigen SEO-Crawler oder Plugins wie Rank Math, Yoast oder die Browser-Erweiterung „WAVE“ fehlende Alt-Texte gesammelt an.Alternativtexte für Bilder gehören zu den Grundanforderungen an barrierefreie Websites (WCAG, Erfolgskriterium „Nicht-Text-Inhalt“). Welche Angebote vom Barrierefreiheitsstärkungsgesetz erfasst sind, erklären wir in unserem Beitrag Barrierefreie Website: Was das BFSG für Unternehmen wirklich bedeutet. Unabhängig davon verbessern gute Alt-Texte die Nutzbarkeit, und zwar für mehr Menschen als du vermutlich denkst: Sehbehinderte, Nutzende mit langsamer Verbindung und alle, bei denen ein Bild schlicht nicht lädt.
Ein Alt-Text ist eine Kleinigkeit, aber er zeigt, wie sorgfältig eine Website gepflegt wird. Bilder, die nur Stockmaterial sind, lassen sich oft kaum sinnvoll beschreiben, dazu mehr in Stockfotos auf der Website. Und wenn die Bilder an sich zu groß sind, hilft Bilder für die Website optimieren. Wenn du eine bestehende Website mit vielen Seiten hast und nicht weißt, wo du anfangen sollst, schauen wir sie uns auf Wunsch gemeinsam mit dir an: zum Kontakt.