

Wenn du die fachliche Substanz selbst hast, aber ungern schreibst: Lass dir Struktur und Formulierung geben, die Inhalte liefern aber du. Wenn niemand intern Zeit hat und die Positionierung unklar ist: Dann brauchst du einen Texter mit strategischem Anteil, nicht nur jemanden, der Sätze glättet. Und wenn du ohnehin eine neue Website bauen lässt: Dann gehören Text und Konzept in dasselbe Projekt. Die Optionen unterscheiden sich weniger im Preis als im Ergebnis.
Kostet kein Honorar, aber Arbeitszeit. Das ist sinnvoll, wenn du dein Angebot gut erklären kannst und jemand im Team sauber schreibt. Typische Schwäche: Texte, die aus Unternehmenssicht geschrieben sind („Wir sind seit 1998 …“) statt aus Sicht der Person, die gerade ein Problem hat. Dazu kommen Betriebsblindheit und fehlende Zeit für die zehnte Überarbeitung.
Meist die beste Wahl für überschaubare Websites mit klarem Briefing. Du bekommst eine Person mit Schreibhandwerk und oft SEO-Erfahrung. Schwäche: Der Texter sieht Design, Struktur und Bildsprache häufig erst am Ende und muss in vorgegebene Layouts schreiben.
Sinnvoll, wenn Text, Konzept und Gestaltung zusammenhängen, zum Beispiel bei Relaunch oder Positionierung. Der Text entsteht dann im Wechselspiel mit Seitenstruktur und Design, nicht danach. Das lohnt sich vor allem bei erklärungsbedürftigen Angeboten.
Konkrete Preise schwanken stark und hängen von Erfahrung, Branche und Recherchebedarf ab. Verlässliche Marktübersichten gibt es kaum, deshalb lohnt es sich, die Abrechnungsmodelle zu kennen:
Eine einfache Plausibilitätsrechnung: Stundensatz geteilt durch Wörter pro Stunde ergibt den realen Wortpreis. Wer 400 Wörter pro Stunde schafft und 60 Euro netto verlangt, landet bei 15 Cent pro Wort. Recherche, Abstimmung und Korrekturen sind dabei noch nicht eingerechnet. Hol dir deshalb drei bis fünf Angebote ein und vergleiche sie auf Basis desselben Briefings.
Egal wer schreibt: Ohne Briefing wird es austauschbar. Drei Dinge solltest du liefern: Wer ist die Zielgruppe und welches Problem hat sie? Was soll der Besucher am Ende der Seite tun? Und welche Aussagen kannst du belegen, etwa Zahlen, Verfahren, Zertifizierungen? Was auf der Startseite stehen sollte, haben wir im Beitrag Was gehört auf eine gute Startseite? zusammengefasst.
Wie sich Texte in die Gesamtkosten einer Website einfügen, erklärt Was kostet eine Unternehmenswebsite?. Und falls du abwägst, ob du das Thema Inhalte intern aufbaust, hilft der Kostenvergleich Marketing-Mitarbeiter oder Agentur.
Als Rohfassung und für Varianten ja. Positionierung, konkrete Belege und Tonalität musst du aber selbst vorgeben und prüfen, sonst klingen die Texte wie die jedes anderen Anbieters.
Das hängt vor allem davon ab, wie schnell Freigaben und Infos kommen. Häufigster Verzögerer ist nicht das Schreiben, sondern das Feedback.
Das regelt der Vertrag. Lass dir die Nutzungsrechte für alle Kanäle schriftlich einräumen.
Wenn Texte, Design und Technik bei dir noch nicht zusammenpassen, schauen wir uns das gern an: Mehr zu unserem Ansatz findest du unter Content & Media.