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Marketing

Was kostet eine Unternehmenswebsite? Preise, Kostentreiber und wofür du wirklich zahlst

7. Oktober 2026
M2K Redaktion

Angenommen, du holst drei Angebote für „eine neue Firmenwebsite mit zehn Seiten“ ein. Das erste liegt bei 2.400 €, das zweite bei 9.800 €, das dritte bei 31.000 €. Alle drei Anbieter sind seriös. Alle drei haben dasselbe Briefing gelesen. Und trotzdem ist keines der Angebote „falsch“. Der Grund: Der Preis einer Website entsteht nicht durch die Seitenzahl, sondern durch das, was zwischen Briefing und Launch passiert.

Grobe Preisspannen im Überblick

Verbindliche Marktpreise gibt es nicht, die Spannen sind groß. Zur Orientierung hilft diese Einteilung, die sich an dem orientiert, was Agenturen und Freelancer im deutschsprachigen Raum typischerweise anbieten. Es sind Richtwerte, keine Festpreise:

Projektart Was dahintersteckt Orientierung
Template-Website Fertiges Theme, angepasst an Logo, Farben, Inhalte. Wenig Konzept, kaum eigenes Design. ab ca. 1.500 bis 5.000 €
Individuelle Unternehmenswebsite Konzept, eigenes Design, saubere Umsetzung, Grundlagen für SEO, Inhalte teilweise erstellt oder strukturiert. ca. 5.000 bis 20.000 €
Komplexes Projekt Viele Seiten und Sprachen, Integrationen (CRM, Shop, Portal), umfangreiche Konzeption und Content-Produktion. ab 20.000 € aufwärts, nach oben offen

Welcher Bereich für dich passt, hängt weniger von der Unternehmensgröße ab als davon, welche Aufgabe die Website übernehmen soll: Visitenkarte im Netz, Vertriebskanal oder Produkt.

Die sieben größten Kostentreiber

  1. Konzeption und Struktur: Wer vorher klärt, wer die Website besucht und was er tun soll, spart später Korrekturschleifen. Dieser Teil ist unsichtbar, aber oft der wertvollste.
  2. Design: Ein angepasstes Template kostet einen Bruchteil eines individuellen Designs mit eigener Bildsprache, Layouts und Animationen.
  3. Anzahl und Art der Seiten: Eine Seite mit Text und Bild ist günstig. Eine Seite mit Filter, Formular, Kalkulator oder Mitgliederbereich nicht.
  4. Inhalte: Texte, Fotos, Videos. Liefern sie dir bereit, sinkt der Preis. Müssen sie erst entstehen, steigt er deutlich. Das gilt besonders für professionelle Fotos statt Stockmaterial.
  5. Technik und Integrationen: Buchungstools, CRM-Anbindung, Shop, Mehrsprachigkeit, Barrierefreiheit. Letztere ist durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Unternehmen inzwischen mehr als Kür.
  6. SEO-Grundlagen: Saubere Seitenstruktur, Ladezeit, Weiterleitungen beim Relaunch. Gerade bei einem Relaunch ist das entscheidend, damit bestehende Rankings nicht verloren gehen.
  7. Abstimmung: Je mehr Personen mitentscheiden, desto länger dauert das Projekt. Zeit ist in Agenturangeboten fast immer der größte Kostenblock.

Was nach dem Launch noch dazukommt

Der Projektpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Laufende Kosten werden bei Angebotsvergleichen oft vergessen:

  • Hosting und Domain, je nach Anforderung von wenigen Euro bis zu mehreren Hundert Euro im Jahr
  • Pflege, Updates und Sicherheit, siehe WordPress-Wartung: Was sie kostet
  • Lizenzen für Premium-Plugins oder Themes
  • Inhaltliche Weiterentwicklung, denn eine Website ist kein einmaliges Projekt

Woran du ein gutes Angebot erkennst

  • Es listet Leistungen einzeln auf, statt nur einen Pauschalpreis zu nennen.
  • Es benennt, was nicht enthalten ist (Texte, Fotos, Übersetzungen, Datenschutztexte).
  • Es sagt, wem die Rechte an Design und Code gehören und ob du die Website später ohne Anbieter weiterführen kannst.
  • Es nennt Zeitplan und Zahl der Korrekturschleifen. Wie lange ein realistisches Projekt dauert, steht im Artikel Wie lange dauert eine neue Website?
  • Es stellt Rückfragen zu deinen Zielen, bevor es Preise nennt. Ein Angebot ohne Rückfragen ist meist ein Angebot für eine Website, die nicht deine ist.

Freelancer, Agentur, Baukasten: Was ändert sich am Preis?

Ein Baukasten ist günstig im Start, aber begrenzt in Design und Technik. Freelancer sind oft preiswerter, bringen aber meist eine Disziplin mit, während Strategie, Design, Texte und Technik von dir koordiniert werden müssen. Agenturen kosten mehr, bündeln dafür Abstimmung und Verantwortung. Die Details dazu findest du in Freelancer oder Webdesign-Agentur? und WordPress oder Baukasten?

FAQ

Warum sind Angebote so unterschiedlich?

Weil sie unterschiedliche Leistungen enthalten. Vergleiche nicht Endpreise, sondern Leistungsumfang: Konzept, Design, Inhalte, Technik, SEO, Schulung, Support.

Kann ich Kosten sparen, ohne Qualität zu verlieren?

Ja, vor allem durch Klarheit: ein knappes, präzises Briefing, fertige Inhalte zum Projektstart, ein fester Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis und ein Umfang, der in Phasen wächst, statt alles auf einmal zu wollen.

Lohnt sich ein günstiger Start mit späterem Ausbau?

Wenn die Grundlage tragfähig ist. Ein Template, das später komplett ersetzt werden muss, kostet am Ende doppelt.

Wenn du gerade vor mehreren Angeboten sitzt und nicht einschätzen kannst, welches davon zu deinem Vorhaben passt: Wir schauen uns das unverbindlich mit dir an. Mehr zu unserem Ansatz bei Webdesign und digitalen Projekten, den direkten Draht findest du unter Kontakt.

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