

Das Werbebudget ist freigegeben, die Kampagne läuft, die Klicks kommen rein – und wer auf der Startseite landet, weiß nach fünf Sekunden immer noch nicht, was das Unternehmen eigentlich macht, für wen, und was er jetzt tun soll. Das ist kein Ausnahmefall. Es ist der häufigste Grund, warum Websites trotz Traffic keine Anfragen bringen.
Eine Startseite hat eine einzige Aufgabe: Sie muss einem fremden Menschen in Sekunden klarmachen, ob er hier richtig ist – und ihm danach so wenig Reibung wie möglich in den Weg legen, bis zur nächsten sinnvollen Handlung. Alles, was diesem Ziel nicht dient, kostet Aufmerksamkeit, die du nicht zurückbekommst.
Bevor ein Besucher scrollt, muss der sichtbare Bereich oberhalb des ersten Klicks (der sogenannte „above the fold“-Bereich) drei Fragen beantworten:
Ein häufiger Fehler an dieser Stelle: ein Bildslider mit fünf wechselnden Motiven und fünf verschiedenen Botschaften. Slider werden von den meisten Besuchern gar nicht bis zum zweiten Bild wahrgenommen, verlangsamen die Ladezeit und verwässern genau die eine Botschaft, die eigentlich hängen bleiben sollte. Eine feste, klare Aussage schlägt fast immer fünf wechselnde.
Direkt nach dem Einstieg folgt in der Regel der Teil, der Skepsis abbaut. Dazu gehören, ohne dass jedes Element zwingend vorkommen muss:
Wichtig: Vertrauenssignale wirken nur, wenn sie spezifisch sind. „Über 10 Jahre Erfahrung“ sagt nichts. „Wir entwickeln Markenauftritte für Unternehmen, die schneller wachsen, als ihre Kommunikation mithalten kann“ sagt etwas.
Die Leistungsübersicht auf der Startseite ist kein vollständiges Inhaltsverzeichnis. Sie ist eine Landkarte, die in drei bis sechs verständliche Kategorien führt – mit jeweils einem kurzen Satz und einem Link zur Detailseite. Wer zehn Unterpunkte in winziger Schrift auflistet, verlangt vom Besucher, sich selbst zu sortieren. Das tut er nicht, er verlässt die Seite.
Ein einziger CTA-Button ganz oben reicht nicht, wenn die Seite länger ist als ein Bildschirm. Sinnvoll ist, dieselbe klare Handlungsaufforderung an mehreren Punkten im Seitenverlauf zu wiederholen: nach der Einleitung, nach der Leistungsübersicht, am Ende. Unklar wird es, wenn an jeder Stelle eine andere Aktion vorgeschlagen wird – „Angebot anfordern“, „Portfolio ansehen“, „Newsletter abonnieren“, „Jetzt anrufen“ gleichzeitig. Eine Startseite mit fünf gleichwertigen CTAs hat effektiv keinen.
Der beste Text nützt nichts, wenn die Seite ihn nicht ausliefert. Drei Punkte werden regelmäßig unterschätzt:
Ein paar Warnsignale, die sich leicht überprüfen lassen: Kolleginnen oder Kollegen, die das Unternehmen nicht kennen, können nach dem ersten Blick nicht in einem Satz sagen, was ihr macht. In den Analytics-Daten ist die Absprungrate auf der Startseite deutlich höher als auf Unterseiten. Anfragen, die über das Kontaktformular kommen, passen selten zum eigentlichen Angebot – ein Zeichen dafür, dass die Seite nicht genug einordnet, bevor sie zur Kontaktaufnahme auffordert.
Eine gute Startseite ist selten das Ergebnis von mehr Elementen, sondern von konsequentem Weglassen: eine Botschaft statt fünf, ein CTA-Ziel statt vier, echte Aussagen statt Worthülsen. Warum das allein trotzdem noch keine Anfragen garantiert, hängt stark davon ab, was nach dem Klick passiert – und ob die Website technisch überhaupt performant genug ausgeliefert wird, etwa wenn WordPress-Seiten spürbar langsam laden.
Wer eine neue Startseite plant, sollte sich vorher auch mit den realistischen Kosten einer professionellen Website auseinandersetzen, um Aufwand und Erwartung von Anfang an im Gleichgewicht zu halten. Wenn eine bestehende Seite grundlegend überarbeitet werden soll, lohnt sich häufig ein Blick von außen – zum Beispiel im Rahmen einer kurzen Ersteinschätzung.