

Ein Marketing Manager verdient in Deutschland laut aktuellen Gehaltsauswertungen im Schnitt zwischen rund 50.000 Euro brutto im Jahr zum Einstieg und deutlich über 60.000 Euro mit einigen Jahren Erfahrung. Eine Agentur kostet oft weniger. Manchmal mehr. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, welche Option auf den ersten Blick günstiger wirkt, sondern was am Ende für das Geld tatsächlich geleistet wird.
Diese Entscheidung wird in vielen Unternehmen falsch gestellt: als reine Kostenfrage, gelöst mit einem Blick auf Gehaltstabelle gegen Angebotssumme. Beide Zahlen sagen für sich genommen wenig, solange nicht klar ist, welches Problem eigentlich gelöst werden soll.
Das Bruttogehalt ist nur ein Teil der tatsächlichen Kosten einer Festanstellung. Dazu kommen üblicherweise:
Ein Bruttogehalt von 55.000 Euro führt auf diese Weise real oft auf 70.000 bis 80.000 Euro Jahreskosten hinaus, bevor überhaupt die erste Kampagne live ist.
Agenturkosten werden meist in zwei Modellen abgerechnet: als monatliches Retainer für laufende Betreuung, oder projektbezogen für einzelne Vorhaben wie einen Website-Relaunch oder eine Kampagne. Der Unterschied zur Festanstellung liegt weniger in der absoluten Summe als in der Struktur dahinter:
Der Nachteil: Eine Agentur kennt das Unternehmen zu Beginn nicht so gut wie ein eigener Mitarbeiter, der jeden Tag im Betrieb ist. Diese Nähe muss aktiv aufgebaut werden – durch klare Briefings, regelmäßige Abstimmung und eine Agentur, die sich wirklich einarbeitet statt Standardlösungen auszurollen.
Bevor eine Zahl verglichen wird, lohnt sich die Frage: Welche Art von Marketingarbeit fällt eigentlich an – und wie kontinuierlich?
Die Entscheidung muss nicht zwingend „entweder oder“ sein. Viele Unternehmen fahren gut damit, eine interne Ansprechperson zu haben, die Briefings gibt, Qualität prüft und die Marke von innen kennt – während operative Umsetzung, spezialisiertes Know-how und Kapazitätsspitzen extern abgedeckt werden. Entscheidend ist dabei, nicht fünf einzelne Dienstleister unkoordiniert nebeneinander arbeiten zu lassen, sondern eine Struktur zu haben, die diese Disziplinen tatsächlich zusammenführt.
Für einzelne Disziplinen wie Social Media wurde diese Abwägung bereits im Detail durchgerechnet – die Grundlogik überträgt sich auf die gesamte Marketingfunktion. Wer seine Prioritäten für das kommende Jahr ohnehin gerade neu ordnet, findet einen Ausgangspunkt in der Frage, was für KMU-Marketing aktuell wirklich zählt – bevor überhaupt über Personal oder Agentur entschieden wird.
Wenn du unsicher bist, wie sich Aufwand und Anforderungen in deinem Fall tatsächlich verteilen: Ein kurzes, unverbindliches Gespräch reicht meist, um diese Frage konkret statt theoretisch zu beantworten.