

Eine freie Grafikerin gestaltet die Social-Media-Posts. Eine SEO-Agentur betreut die Website. Ein Fotograf kommt zweimal im Jahr fürs Bildmaterial, eine Texterin schreibt auf Rechnung den Newsletter. Jede einzelne Person macht ihren Job gut – trotzdem wirkt der Auftritt nach außen seltsam zusammengewürfelt: mal förmlich, mal locker, mal in der alten Wortmarke, mal in der neuen. Niemand hat einen Fehler gemacht. Trotzdem passt nichts richtig zusammen.
Das ist keine Frage von Talent. Eine Grafikerin, ein Texter oder eine SEO-Spezialistin können jeweils exzellente Arbeit liefern, und trotzdem entsteht in der Summe kein stimmiges Bild – weil jeder von ihnen nur den eigenen Ausschnitt der Marke sieht. Niemand kennt die komplette Tonalität, die Zielgruppenansprache aus dem letzten Vertriebsgespräch oder die Positionierung, die eigentlich hinter jedem Kanal stehen sollte. Ohne ein gemeinsames Briefing entwickelt jede Person ihre eigene, in sich stimmige Interpretation der Marke – nur eben eine andere als die der Kollegin nebenan.
Was auf den ersten Blick günstiger wirkt – für jede Aufgabe die günstigste oder am besten spezialisierte Einzelperson – erzeugt in der Praxis eigene Kosten, die selten auf einer Rechnung auftauchen:
Das Modell „ein Spezialist pro Aufgabe“ ist nicht grundsätzlich falsch. Für ein einzelnes, klar abgegrenztes Projekt – ein neues Logo, eine einmalige Kampagne, eine Fotostrecke – ist ein einzelner spezialisierter Dienstleister oft die richtige und wirtschaftlichste Wahl. Problematisch wird die Streuung erst, wenn viele Kanäle dauerhaft parallel laufen und zusammen ein konsistentes Bild ergeben sollen, ohne dass jemand diese Konsistenz aktiv verantwortet.
Je mehr Disziplinen ineinandergreifen – Markenauftritt, Website, Content, Kampagnen –, desto mehr lohnt sich ein Team, das die Marke als Ganzes versteht und Entscheidungen aus einem gemeinsamen Verständnis heraus trifft, statt sie über mehrere Beziehungen zu verteilen. Das muss nicht bedeuten, jede einzelne Disziplin bei einem einzigen Anbieter zu bündeln – wichtiger ist, dass es einen zentralen Ansprechpartner gibt, der die Fäden zusammenhält. Wie das konkret aussehen kann, beschreiben wir in unserem Artikel dazu, warum weniger Agenturen oft mehr Wirkung bringen und in der Erklärung, was ein Kreativsystem eigentlich ist.
Wenn du selbst gerade mehrere Ansprechpartner koordinierst und das Gefühl hast, dass dabei mehr Zeit für Abstimmung als für Wirkung draufgeht, lohnt sich ein Blick auf unsere Leistungen im Zusammenspiel oder ein unverbindliches Gespräch.