

Zwei Angebote für 50 Hoodies mit Logo-Stick liegen nebeneinander: 18 Euro pro Stück beim einen Anbieter, 34 Euro beim anderen. Gleiche Stückzahl, ähnliches Produkt – und trotzdem eine Differenz von 800 Euro für die komplette Bestellung. Wer zum ersten Mal Merchandising für ein Unternehmen oder einen Verein kalkuliert, steht schnell vor genau diesem Rätsel. Die Antwort liegt fast immer im Veredelungsverfahren, in der Menge und in dem, was im Preis eigentlich alles mitläuft.
Der Stückpreis für bedrucktes oder besticktes Merchandise setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: dem Textil oder Produkt selbst, den einmaligen Einrichtungskosten für das jeweilige Verfahren und dem eigentlichen Stückpreis für Druck oder Stickerei. Anbieter, die nur den nackten Stückpreis nennen, verschweigen oft die Einrichtungskosten – die bei kleinen Mengen den Gesamtpreis pro Stück erheblich nach oben treiben.
Für Firmen- und Vereinsmerchandising kommen in der Praxis meist drei Verfahren infrage. Die folgenden Werte sind marktübliche Richtwerte – die tatsächlichen Preise hängen von Anbieter, Textilqualität, Motivgröße und Region ab.
Wer eine feste Jahresmenge plant – etwa für Vereinsmitglieder, Mitarbeiter-Merch oder eine Eventkollektion – sollte die Menge deshalb vor der Verfahrenswahl klären, nicht danach.
Der günstigste Anbieter ist nicht automatisch die richtige Wahl. Merchandising, das nur aus einem aufgedruckten Logo auf einem austauschbaren Basic-Produkt besteht, wirkt schnell wie Fanartikel vom Wühltisch – selbst wenn die Kalkulation stimmt. Wie unterschiedlich Merchandise wirken kann, zeigt sich zum Beispiel an der Kollektion von PSG x Jordan Brand: kein Wühltisch-Fanartikel, sondern ein eigenständiges Markenprodukt, das Menschen auch ohne Vereinsbezug tragen würden. Genau diesen Anspruch – Merch, das als Produkt für sich funktioniert – sollte jede Kalkulation mitdenken, nicht nur den Stückpreis.
Welches Verfahren sich für dein konkretes Motiv und deine Menge tatsächlich eignet, haben wir außerdem in einem eigenen Vergleich der drei Verfahren beschrieben. Wer Merchandising nicht nur als Streuartikel, sondern als eigenen Markenkanal aufbauen will, findet weiterführende Gedanken dazu in unserem Beitrag Premium statt Masse.
Wenn du eine konkrete Menge und ein konkretes Motiv im Kopf hast und wissen willst, was das realistisch kostet, kannst du das gemeinsam mit uns durchrechnen – auch für kleinere Vereins- oder Mitarbeiterkollektionen.