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Marketing

Landingpage erstellen: Der Aufbau, der Besucher zur Anfrage führt

1. Oktober 2026
M2K Redaktion

Eine gute Landingpage hat genau ein Ziel, genau eine Zielgruppe und genau eine Handlung, die du vom Besucher willst. Alles, was nicht darauf einzahlt, gehört runter. Das klingt banal, ist in der Praxis aber der Grund, warum die meisten Landingpages von Unternehmen eher kleine Websites mit Menü, Newsfeed und fünf Buttons sind.

Hier ist der Aufbau, den wir für Anfrage-Seiten empfehlen, inklusive der Fehler, die ihn am häufigsten kaputtmachen.

Was eine Landingpage von einer normalen Unterseite unterscheidet

Eine Unterseite informiert, eine Landingpage entscheidet. Sie ist die Zielseite für eine konkrete Quelle, etwa eine Google-Anzeige, einen Newsletter, einen Social-Post oder einen QR-Code auf einem Flyer. Der Besucher kommt mit einer bestimmten Erwartung und soll nach wenigen Sekunden das Gefühl haben: Hier bin ich richtig.

Daraus folgt eine Faustregel: Pro Angebot und pro Zielgruppe eine eigene Seite. Wer mit einer Anzeige zu „Branding für Start-ups“ auf eine allgemeine Leistungsübersicht schickt, verschenkt Anfragen.

Der Aufbau in sieben Bausteinen

1. Headline, die die Erwartung bestätigt

Die Überschrift muss das aufgreifen, was Anzeige, Mail oder Post versprochen hat. In der Fachsprache heißt das Message Match. Wer mit „Website-Relaunch in 8 Wochen“ klickt, will diese Aussage oben wiederfinden, nicht „Willkommen bei Muster GmbH“.

2. Unterzeile mit Nutzen und Zielgruppe

Ein bis zwei Sätze: Für wen ist das Angebot, was ändert sich danach? Nutzen vor Leistung. „Du bekommst eine Website, die Anfragen liefert“ schlägt „Wir entwickeln responsive Webauftritte“.

3. Der erste Call-to-Action oberhalb der Falz

Der Button gehört in den sichtbaren Bereich, ohne dass gescrollt werden muss, und er benennt die Handlung konkret: „Kostenlose Ersteinschätzung anfragen“ statt „Absenden“ oder „Mehr erfahren“.

4. Das Problem und die Lösung in wenigen Zeilen

Zeige, dass du die Situation kennst, und erkläre in drei bis vier Punkten, wie die Lösung aussieht. Kurze Absätze, keine Textwände. Wer mehr wissen will, scrollt weiter.

5. Vertrauen

Nach dem Nutzen kommen die Zweifel. Typische Vertrauensbausteine sind Kundenstimmen mit Namen und Funktion, konkrete Ergebnisse, Zertifikate, Pressestimmen oder ein kurzer Ablauf („So läuft die Zusammenarbeit“). Wichtig ist, dass sie belegbar sind. Erfundene Zahlen oder anonyme Fantasie-Zitate richten mehr Schaden an, als sie nützen.

6. Das Formular: so kurz wie möglich

Jedes Pflichtfeld kostet Abschlüsse. Frage nur ab, was du für den nächsten Schritt wirklich brauchst: bei einer Anfrage meist Name, E-Mail und eine kurze Nachricht. Telefonnummer, Firmengröße und Budget lassen sich im Erstgespräch klären. Ergänze die Datenschutzhinweis-Checkbox sauber nach DSGVO und verlinke Datenschutzerklärung und Impressum.

7. Ein letzter CTA mit Entscheidungshilfe

Am Seitenende wiederholst du die Handlung, ergänzt um eine kurze FAQ zu den üblichen Bedenken: Was kostet das? Wie lange dauert es? Was passiert nach dem Absenden? Das nimmt Reibung raus.

Was auf einer Landingpage nichts verloren hat

  • Die komplette Hauptnavigation. Jeder zusätzliche Link ist ein Ausweg. Reduziere auf Logo und höchstens einen Kontakt-Button.
  • Slider und Autoplay-Karussells. Sie verstecken Inhalte und kosten Ladezeit.
  • Stockfoto-Teams. Austauschbare Bilder untergraben genau das Vertrauen, das du aufbauen willst, siehe dazu unseren Beitrag über Stockfotos auf der Website.
  • Mehrere gleichrangige Ziele. Newsletter, Telefon, Download und Termin gleichzeitig verwirren. Wähle ein primäres Ziel.

Technik: Ohne Tempo nützt der beste Aufbau nichts

Gerade Besucher aus Anzeigen und Social Media springen schnell ab, wenn die Seite zäh lädt, vor allem am Smartphone. Google nennt als Richtwerte für gute Core Web Vitals einen Largest Contentful Paint von höchstens 2,5 Sekunden, eine Interaction to Next Paint von höchstens 200 Millisekunden und einen Cumulative Layout Shift von höchstens 0,1. Komprimiere Bilder (WebP), verzichte auf überflüssige Plugins und teste mit PageSpeed Insights. Wie das geht, steht in unserem Beitrag zu Bildoptimierung für die Website.

Wie du erkennst, ob die Seite funktioniert

Miss die Conversion Rate: Anzahl der Anfragen geteilt durch Anzahl der Besucher dieser Seite. Richte in Google Analytics oder Matomo ein Ziel für die Dankeseite ein. Ändere immer nur eine Sache auf einmal (Headline, Button-Text, Formularlänge), sonst weißt du am Ende nicht, was gewirkt hat. Und lass der Seite genug Besucher, bevor du Schlüsse ziehst.

Wenn Traffic eingekauft wird, lohnt sich vorher ein Blick auf das nötige Budget für Performance Marketing. Eine schwache Landingpage macht jeden Euro Werbebudget teurer.

Häufige Fragen

Wie lang darf eine Landingpage sein?

So lang, wie es braucht, um die Zweifel deiner Zielgruppe auszuräumen. Ein einfaches Angebot mit kleinem Risiko (Newsletter) braucht wenig, eine Dienstleistung mit hohem Budget mehr Argumente und Belege.

Reicht eine Landingpage im WordPress-Theme?

Ja, wenn sie sauber gebaut ist: eigenes Template ohne Menü, schlanker Code, schnelle Bilder. Entscheidend ist der Aufbau, nicht das Tool.

Brauche ich pro Kampagne eine eigene Landingpage?

Wenn sich Zielgruppe oder Angebot unterscheiden, ja. Das erhöht den Message Match und damit meist auch die Qualität der Anfragen.

Du hast Traffic, aber die Anfragen bleiben aus? Dann schauen wir uns gern gemeinsam an, wo Besucher abspringen. Mehr zu unseren Leistungen rund um Webdesign und Marketing findest du auf unserer Website, oder du schreibst uns direkt über den Kontakt.

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