

Früher waren es 30 Hashtags unter dem Post, heute begrenzt Instagram die Zahl pro Beitrag auf 5. Die Umstellung läuft laut übereinstimmenden Berichten schrittweise. Wer seine Hashtag-Listen aus den letzten Jahren einfach weiterkopiert, arbeitet also mit einem Modell, das die Plattform selbst beerdigt hat. Die gute Nachricht: Mit fünf gut gewählten Tags kommst du weiter als mit dreißig beliebigen.
Hashtags helfen der Plattform, einen Beitrag thematisch einzuordnen, und sie machen ihn für Menschen auffindbar, die dem Tag folgen oder danach suchen. Auf Instagram hat sich die Gewichtung allerdings verschoben: Die Plattform wertet den Kontext eines Beitrags zunehmend über Text, Bildinhalt und Caption aus. Ein Keyword im ersten Satz der Caption ist deshalb oft wirksamer als der zwanzigste Tag darunter.
Praktische Konsequenz: Schreib das Thema des Posts in normalen Worten in die Caption, bevor du über Hashtags nachdenkst. Wenn du eine Baustellenführung zeigst, steht „Baustellenführung“ im Text, nicht nur als Tag darunter.
Auf LinkedIn kannst du im Profil unter „Community“ bis zu drei Hashtags hinterlegen. Im Beitrag selbst funktionieren wenige, thematisch klare Tags am Ende. Entscheidend ist der Text davor: Wer dort die Fachbegriffe seiner Zielgruppe verwendet, wird besser eingeordnet als mit einer Tag-Wolke. Eine verlässliche, offiziell bestätigte Idealzahl gibt es nicht, deshalb gilt hier: testen, nicht glauben.
Teste vier Wochen lang zwei Varianten, etwa 3 Tags gegenüber 5 Tags, und vergleiche in den Insights die Reichweite von Nicht-Followern. Wie du diese Zahlen sinnvoll liest, erklärt der Beitrag Instagram Insights auswerten. Wenn die Reichweite insgesamt eingebrochen ist, liegt die Ursache fast nie bei den Hashtags, dazu mehr in Warum bricht deine Instagram-Reichweite 2026 plötzlich ein?
Lege pro Themenfeld ein festes Set von etwa zehn geprüften Tags an und wähle daraus pro Post die passenden drei bis fünf aus. So bleibt der Aufwand klein und die Auswahl trotzdem relevant. Wie du das in einen Plan einbettest, steht in der Anleitung zum Redaktionsplan für Social Media.
Wenn Social Media bei euch im Tagesgeschäft untergeht und solche Details liegen bleiben, schauen wir uns das bei M2K gern gemeinsam an, mehr dazu unter Content & Media.