

Engagement Rate = (Likes + Kommentare + Shares + Saves) ÷ Reichweite × 100. Diese Formel ist die Basis, mit der sich Beiträge fair vergleichen lassen. Sie ist aber nur eine von fünf Zahlen, die du in Instagram Insights wirklich brauchst. Der Rest der Statistik ist Dekoration.
Wer Instagram Insights auswerten will, steht schnell vor einem Wust aus Diagrammen. Dieser Leitfaden sortiert: welche Kennzahlen entscheidend sind, wie du sie berechnest und welche du getrost ignorierst.
Insights gibt es nur für Business- und Creator-Konten. Du findest sie im Profil unter „Insights“ (Dashboard für Profil) sowie unter jedem einzelnen Beitrag, Reel oder jeder Story über „Insights ansehen“. Die Bezeichnungen ändert Instagram regelmäßig, etwa zuletzt bei Reichweite und Aufrufen. Die Logik dahinter bleibt aber gleich: Wie viele Menschen haben etwas gesehen, und was haben sie danach getan?
Reichweite zählt Konten, nicht Ansichten. Wer denselben Beitrag dreimal sieht, zählt einmal. Wichtig ist vor allem der Anteil der Nicht-Follower. Erreichst du fast nur Menschen, die dir ohnehin folgen, wächst dein Konto nicht.
Rechne nach Reichweite, nicht nach Followerzahl. Ein Beispiel: Ein Reel erreicht 2.400 Konten und bekommt 90 Likes, 12 Kommentare, 25 Shares und 30 Saves. Das sind 157 Interaktionen. 157 ÷ 2.400 × 100 ergibt eine Engagement Rate von rund 6,5 Prozent. Einen universellen Richtwert gibt es nicht, weil Branche und Kontogröße stark streuen. Vergleiche deshalb deine eigenen Beiträge untereinander.
Ein Like kostet einen Daumen, ein Share oder Save kostet eine Entscheidung. Wer einen Beitrag speichert, will ihn später nutzen. Wer ihn teilt, empfiehlt ihn weiter. Bei Fachthemen und B2B-Content sind das die Zahlen, die am ehesten auf echtes Interesse hindeuten. Tracke sie getrennt von Likes.
Bei Reels zeigt dir Instagram, wie lange Menschen zuschauen und wo sie abspringen. Der Verlauf der Wiedergabe verrät mehr als jede Zahl: Brechen die meisten in den ersten zwei Sekunden ab, ist der Einstieg das Problem, nicht das Thema. Fällt die Kurve erst in der Mitte, ist es der Aufbau. Mehr zur passenden Länge findest du in unserem Beitrag Wie lang sollte ein Social-Media-Video sein?
Unter „Profilaktivität“ siehst du Profilaufrufe und Klicks auf Link, E-Mail oder Anruf. Für Unternehmen ist das die Brücke zum Geschäft. Ein Beitrag mit mittlerer Reichweite, aber vielen Profilbesuchen und Link-Klicks ist wertvoller als ein Reel, das viral geht und nichts auslöst. Genau hier fallen Social-Media-Erfolg und Geschäftserfolg oft auseinander, wie wir in Mehr Follower, keine Anfragen beschrieben haben.
Addiere Likes, Kommentare, Shares und Saves eines Beitrags, teile durch dessen Reichweite und multipliziere mit 100. Wer nach Followern rechnet, bekommt kleinere Werte, die sich schlechter vergleichen lassen.
Für Feed-Beiträge und Reels sind sieben Tage ein sinnvoller Zeitpunkt. Stories verschwinden nach 24 Stunden, ihre Werte solltest du direkt danach festhalten.
Wenn du Zahlen sammelst, aber nicht weißt, welche Entscheidung daraus folgt, liegt das selten an Instagram. Meist fehlt ein klares Ziel für den Kanal. Wenn du magst, schauen wir uns deine Auswertung gemeinsam an: kurz melden, dann gehen wir sie durch. Mehr zu unserer Arbeit im Bereich Content findest du auf m2k.agency/content-media.