

Stell dir vor, du gibst einem Koch den Auftrag: „Mach was Gutes, so wie bei anderen, nur besser, aber nicht zu teuer.“ Du wirst satt werden. Ob du bekommst, was du wolltest, ist Zufall. Genauso läuft es oft bei Kreativprojekten, nur dass die Rechnung höher ist.
Wenn ein Ergebnis nicht gefällt, wird meist über Farben, Schriften oder Bildsprache diskutiert. Die eigentliche Ursache liegt häufig früher: Das Ziel war nicht klar, die Zielgruppe nicht definiert, die Entscheider nicht benannt. Dann entstehen Korrekturschleifen, in denen jeder etwas anderes verbessert. Eine verwandte Folge beschreibt dieser Beitrag: Zu viel Feedback im Marketing.
Das Muster ist immer gleich: Ohne klares Briefing entscheidet Geschmack. Mit klarem Briefing entscheidet das Ziel.
Viele Briefings beschreiben Lösungen: „Wir brauchen einen Flyer“, „Wir wollen eine neue Website“. Ein gutes Briefing beschreibt das Problem: „Wir erreichen im Handwerksumfeld keine Entscheider und wollen mehr Erstgespräche.“ Daraus kann ein Flyer entstehen, aber vielleicht auch etwas ganz anderes. Wer dem Dienstleister nur die Lösung vorgibt, nimmt ihm die Chance, mitzudenken. Genau das unterscheidet Ausführung von Beratung.
Gib dein Briefing einer Person, die das Projekt nicht kennt. Kann sie nach dem Lesen in zwei Sätzen sagen, was das Ziel ist und wer die Zielgruppe ist? Wenn nicht, ist dein Briefing noch nicht fertig.
Das ist völlig normal. Ein Briefing muss nicht perfekt sein, aber ehrlich. Schreib auf, was du weißt, und was du nicht weißt. Ein gutes Kreativteam stellt die fehlenden Fragen in einem Erstgespräch. Wie du Dienstleister erkennst, die das tun, steht hier: Woran erkennst du eine gute Designagentur? Bei Merchandising zeigt sich dasselbe Prinzip besonders deutlich: Das fehlende Briefing bei Firmenmerch.
Wenn du gerade an so einem Briefing sitzt und nicht weiterkommst: Wir helfen gern, aus einem diffusen Bauchgefühl eine klare Aufgabe zu machen. Du erreichst uns über den Kontakt.