

Ein Unternehmen mit Logo und Leistungsliste ist schwer zu merken. Ein Unternehmen, bei dem man die Person kennt, die dahintersteht, bleibt eher im Kopf. Das erklärt, warum viele Geschäftsführer inzwischen auf LinkedIn präsenter sind als die Firmenseite selbst.
Gleichzeitig scheitern die meisten Versuche nach wenigen Wochen. Das liegt nicht an mangelndem Mut, sondern an einem fehlenden System dahinter.
Eine Firmenseite spricht in der Wir-Form, bleibt zurückhaltend und wird mit Freigabeschleifen abgestimmt. Ein persönlicher Beitrag kann direkter sein, eine Meinung haben und eine Geschichte erzählen. Menschen folgen Menschen, auch im B2B. Warum eine Unternehmensseite trotz sauberem Profil oft kaum Reichweite bekommt, haben wir im Beitrag über die LinkedIn-Unternehmensseite betrachtet. Die Person ist die schnellere Brücke zum Vertrauen, die Firmenseite die Visitenkarte dahinter.
Das bedeutet nicht, dass jede Führungskraft dauerhaft posten muss. Es bedeutet, dass die Marke von einem erkennbaren Gesicht profitiert, wenn dieses Gesicht zur Marke passt.
Wofür soll man dich in deiner Branche erinnern? Formuliere ein bis drei Themenfelder, die auch zum Unternehmen passen. Alles, was diese Felder nicht berührt, bleibt eher privat.
Statt jedes Mal bei null anzufangen, helfen feste Formate: eine Beobachtung aus dem Alltag, eine Entscheidung mit Begründung, eine Frage an die Branche, ein Blick hinter die Kulissen. Das spart Zeit und sorgt für Wiedererkennung.
Das beste Rohmaterial entsteht ohnehin: Gespräche mit Kunden, interne Entscheidungen, Fragen von Mitarbeitenden. Ein kurzes Memo auf dem Smartphone nach einem Termin reicht oft als Ausgangspunkt. Das Prinzip ähnelt dem, wie sich aus einem einzigen Thema viele Beiträge ableiten lassen, wie im Beitrag zu Content-Distribution.
Ein Beitrag pro Woche, den du durchhältst, schlägt drei Beiträge in der ersten Woche und dann Stille. Plane Zeitfenster ein oder gib Aufgaben ab, die ohne dich funktionieren, etwa Schnitt, Grafiken oder Formulierungshilfe.
Gute Porträts sind dabei kein Nebenaspekt. Was ein Businessshooting kostet und worauf du achten solltest, steht in unserem Beitrag über Businessfotografie.
Wenn keine Zeit da ist, kein Thema, das du mit Überzeugung vertreten kannst, oder wenn die Bereitschaft fehlt, auch mal eine klare Meinung zu äußern, bringt ein persönliches Profil wenig. Dann ist ein sauberer Firmenauftritt mit gutem Content zunächst die bessere Investition. Ob das für dich zutrifft, hängt auch von deiner Zielgruppe ab: Entscheider, die Dienstleister suchen, schauen häufig zuerst auf Menschen und Empfehlungen, nicht auf Hochglanzseiten.
Für uns ist ein persönliches Profil kein eigenes Projekt, sondern Teil des Gesamtsystems aus Marke, Content und Kanälen. Die Person soll die Marke stärken und nicht neben ihr herlaufen. Wenn du dazu Fragen hast oder prüfen willst, ob und wie ein Geschäftsführer-Profil zu deinem Unternehmen passt, melde dich über unser Kontaktformular. Einen Überblick über unsere Bereiche findest du unter Leistungen.