

Eine Bewerberin sieht deine Stellenanzeige, öffnet in einem zweiten Tab deine Website, danach Instagram und die LinkedIn-Seite. Nach vier Minuten schließt sie alles und bewirbt sich woanders. Die Anzeige war gut formuliert. Sie hat nur nicht verhindert, dass der Rest wie ein anderes Unternehmen aussah.
So verläuft ein Teil der Kandidatenreise, auch wenn du sie selten siehst. Recruiting-Erfolg entscheidet sich nicht nur an der Anzeige, sondern an dem, was Menschen finden, sobald sie mehr über dich wissen wollen.
In Auswertungen zum Recruiting im Mittelstand liegt Social-Media-Recruiting erstmals an der Spitze der Trends, Employer Branding folgt direkt dahinter. Klassische Stellenanzeigen bleiben für viele Unternehmen das wichtigste Instrument, wurden aber von den sozialen Kanälen in der Wichtigkeit nahezu eingeholt (Quelle: Personalwirtschaft). Die Zahlen unterscheiden sich je nach Studie. Die Richtung ist in allen gleich: Kandidaten prüfen Arbeitgeber, bevor sie sich melden.
„Spannende Aufgaben, flache Hierarchien, tolles Team“ steht auf tausenden Seiten. Bewerber lesen es und ordnen es als Standardtext ein. Brauchbar wird es mit konkreten Angaben: Wie sieht ein erster Monat aus? Wer sind die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet? Was bekommt man, das andere nicht bieten?
Wenn die Website nüchtern-technisch auftritt, Instagram Partyfotos zeigt und LinkedIn nur Pressemitteilungen, entsteht kein Bild. Das ist dasselbe Muster wie bei der Marke insgesamt und in Logo, Website, Social Media, Flyer beschrieben. Für Arbeitgeber wirkt es doppelt: Wer nicht erkennbar ist, wirkt auch als Arbeitgeber beliebig.
Eine Werkstatt, die Auszubildende sucht, erreicht sie kaum über eine Unternehmensseite auf LinkedIn. Die Zielgruppe hängt auf anderen Plattformen und mag andere Formate. Welche Kanäle zu wem passen, klären wir im Artikel Instagram, LinkedIn oder TikTok?
In vielen Unternehmen liegt Recruiting bei der Personalabteilung, Marke beim Marketing, die Website bei einem Dienstleister und Social Media bei einer Person nebenbei. Jede Stelle arbeitet sauber und trotzdem passt das Ergebnis nicht zusammen. Das ist selten ein Personalproblem, eher ein Abstimmungsproblem. Ein System aus Strategie, Gestaltung, Content und Kanälen behebt genau das, egal ob intern oder mit einem Partner.
Wenn du dabei an dem Punkt bist, dass Website, Social Media und Bewerbungsweg nicht zusammenpassen, können wir uns das gemeinsam ansehen. Was wir im Bereich Content und Medien machen, steht auf der Seite Content & Media, sprechen kannst du uns direkt über den Kontaktbereich.