

Zwei Angebote für „ein neues Corporate Design“ können sich um ein Vielfaches unterscheiden, und beide können fair kalkuliert sein. Der Unterschied liegt selten im Logo. Er liegt in dem, was drumherum geliefert wird: Recherche, Farb- und Schriftsystem, Anwendungen, Dateien, Regeln und Nutzungsrechte.
Feste Preise nennen wir bewusst nicht. Ein Corporate Design hängt zu stark von Umfang und Ausgangslage ab, und Zahlen aus Ratgebern ohne Kontext führen eher in die Irre. Was wir dir stattdessen geben können: eine klare Übersicht, woraus sich der Preis zusammensetzt, damit du Angebote vergleichen kannst.
Corporate Design ist die visuelle Seite einer Marke: Logo, Farben, Schriften, Bildsprache, Layoutraster und die Regeln, nach denen alles zusammen verwendet wird. Es ist nicht dasselbe wie die Markenstrategie, die vorher klärt, wofür ein Unternehmen steht. Der Preis hängt deshalb stark davon ab, ob dieser strategische Teil mitbezahlt wird oder schon vorliegt.
| Umfang | Was enthalten ist | Für wen sinnvoll |
|---|---|---|
| Basis | Logo in allen Varianten, Farbpalette, Hausschrift, Geschäftsausstattung (Visitenkarte, Briefbogen, E-Mail-Signatur), kurze Anwendungshinweise | Gründungen, kleine Unternehmen mit klarer Positionierung |
| Erweitert | Zusätzlich Bildsprache, Layoutraster, Vorlagen für Präsentation, Social Media und Print, ausführliches Handbuch (Brand Guidelines) | Wachsende Unternehmen mit mehreren Kanälen und wechselnden Mitarbeitenden |
| System | Zusätzlich Markenstrategie und Positionierung, Tonalität, Webdesign-Grundlagen, Motion-Regeln, Rollout-Begleitung | Rebranding, mehrere Marken oder Standorte, erklärungsbedürftige Produkte |
Wer nur ein Logo braucht, findet Details im Beitrag Logo designen lassen: Was es kostet und was im Preis wirklich steckt. Hier geht es um das, was darüber hinausgeht.
Lege die Angebote nebeneinander und prüfe diese Punkte. Wo eine Antwort fehlt, frage nach.
Ein sehr niedriger Preis ist nicht automatisch ein Problem. Er sollte aber erkennbar mit einem kleineren Umfang erklärt werden können. Wenn das Angebot vage bleibt, kommen die Posten oft später als Nachträge.
Der häufigste Fehler ist ein Corporate Design, das nur aus dem Logo besteht. Dann entscheidet bei jeder Broschüre, jedem Social-Post und jeder Website jemand neu, was „passt“. Das Ergebnis kennt man: Die Marke wirkt wie mehrere Unternehmen, wie im Beitrag Logo, Website, Social Media, Flyer beschrieben. Das Regelwerk und die Vorlagen sind deshalb kein Luxus, sondern der Teil, der dir später Geld spart.
Ebenso wichtig: Wenn unklar ist, wofür die Marke steht, löst auch das beste Design das Problem nicht. Dann kommt zuerst die Positionierung. Ob du ein Logo-Redesign oder ein komplettes Rebranding brauchst, klärt dieser Beitrag.
Das hängt vom Umfang und vor allem von der Abstimmung ab. Ein schlankes Basis-Paket lässt sich in wenigen Wochen umsetzen, ein System mit Strategie braucht deutlich länger. Verzögerungen entstehen meist durch Freigaben, nicht durch die Gestaltung.
Nein, das regelt der Vertrag. Achte darauf, dass Nutzungsrechte zeitlich und räumlich unbegrenzt eingeräumt werden, und klär ab, ob Bearbeitungen durch Dritte erlaubt sind.
Ja, wenn das Fundament stimmt. Ein sauber entwickeltes Basis-Set lässt sich später um Anwendungen und Regeln erweitern. Das Fundament selbst sollte aber nicht nachträglich geflickt werden.
Wenn du unsicher bist, welcher Umfang zu deiner Situation passt, hilft oft ein kurzes Gespräch, bevor Angebote eingeholt werden. Einen Überblick über unsere Arbeit im Bereich Branding und Corporate Design findest du unter Leistungen. Für eine kostenlose Ersteinschätzung kannst du dich über den Kontaktbereich melden.