

Für 1.000 Flyer im A5-Format zahlst du im Digital- oder Offsetdruck aktuell grob zwischen 40 und 180 Euro – je nach Papier, Farbigkeit und Druckerei. Das ist der reine Druckpreis. Design, Datenaufbereitung und eine korrekte Druckvorlage sind darin noch nicht enthalten, und genau da entstehen in der Praxis die meisten Überraschungen auf der Rechnung.
Wer eine Auflage kalkulieren will, muss deshalb zwei Kostenblöcke trennen: die Gestaltung (einmalig) und den Druck (pro Auflage). Hier geht es um den zweiten Teil.
Als grobe Orientierung für einseitig oder beidseitig bedruckte Flyer im Digitaldruck, ohne Veredelung:
Die Spannen sind bewusst breit: Ein einfacher Copyshop-Druck und ein hochwertiger Digitaldruck mit stärkerem Papier liegen für dieselbe Auflage oft weit auseinander.
Broschüren werden in der Regel nicht mehr rein digital, sondern im Offsetdruck kalkuliert, sobald die Auflage steigt. Eine 16-seitige A4-Broschüre mit Rückstichheftung auf 135 g/m² Bilderdruckpapier liegt im Offsetdruck grob bei 800 bis 1.200 Euro für 1.000 Exemplare. Bei kleineren, einfacheren Broschüren mit weniger Seiten bewegen sich die Kosten häufig zwischen 120 und 650 Euro pro Auftrag.
Der Sprung zur Broschüre bringt zusätzliche Kostenfaktoren mit sich: Seitenzahl, Bindungsart (Rückstichheftung, Klebebindung, Fadenheftung) und die Anzahl unterschiedlicher Papiere, wenn Umschlag und Innenteil verschieden ausgeführt werden.
Als Faustregel gilt: Bis etwa 500 Stück ist Digitaldruck meist günstiger und flexibler, weil kaum Einrichtungskosten anfallen. Zwischen 1.000 und 2.000 Stück wird Offsetdruck preislich zunehmend attraktiv, weil sich die höheren Rüstkosten auf mehr Exemplare verteilen und der Stückpreis dadurch stärker sinkt. Wer regelmäßig größere Auflagen braucht, sollte deshalb nicht am letzten Auftrag, sondern am Jahresbedarf kalkulieren – oft lohnt sich eine größere Auflage trotz höherer Gesamtsumme, weil der Stückpreis so deutlich fällt.
Veredelungen wie Lack, Prägung oder Folienkaschierung sind im ersten Angebotspreis oft nicht enthalten, verändern die Wirkung eines Flyers aber deutlich. Wir haben die gängigen Verfahren im Vergleich einmal gegenübergestellt. Genauso wichtig: Die Druckdatei muss in der richtigen Auflösung, im richtigen Farbraum und im passenden Dateiformat vorliegen – sonst gibt es vor dem Druck einen kostenpflichtigen Korrekturlauf oder Farbabweichungen, die sich nachträglich nicht mehr beheben lassen. Dazu haben wir separat aufgeschrieben, welche Dateiformate Druckereien tatsächlich brauchen und warum Farben im Druck oft anders aussehen als am Bildschirm.
Für eine einmalige, kleine Auflage reicht häufig ein Online-Copyshop. Sobald mehrere Formate zusammen entstehen sollen – Flyer, Broschüre und Roll-up im selben Look, mit korrekt aufgesetzten Druckdaten und einer Veredelung, die tatsächlich zur Marke passt – lohnt sich eine Abstimmung mit jemandem, der Gestaltung und Drucktechnik von Anfang an zusammen denkt. Genau das ist der Punkt, an dem Design und Print bei M2K ineinandergreifen, statt getrennt beauftragt zu werden.