

März: große Kampagne, viel Aufwand, erste Reaktionen. April bis Juni: Tagesgeschäft, auf Social Media passiert wenig. Im Herbst kommt der nächste Anlauf, diesmal mit neuer Agentur, neuem Look und der Hoffnung, dass jetzt alles anders wird. Wer in einem kleinen oder mittleren Unternehmen arbeitet, kennt dieses Muster.
Das Problem ist selten die einzelne Maßnahme. Es ist der Rhythmus. Marketing in Schüben baut kaum etwas auf, weil jede Pause das wieder verwischt, was der letzte Schub angestoßen hat.
Menschen entscheiden selten beim ersten Kontakt. Sie sehen eine Marke mehrfach, über verschiedene Kanäle und zu unterschiedlichen Zeitpunkten, und bilden daraus allmählich ein Bild. Dieses Bild entsteht aus Wiedererkennung: ähnliche Optik, ähnliche Sprache, ähnliche Aussage. Es hält nur, solange es gepflegt wird.
Wenn Kommunikation wochenlang ausfällt und dann in neuer Gestalt auftaucht, fängt die Wahrnehmung wieder bei null an. Das ist teuer, auch wenn es sich im einzelnen Quartal nicht so anfühlt.
Gemeint ist kein täglicher Post um jeden Preis. Kontinuität bedeutet, dass es einen erkennbaren Rhythmus, eine gleichbleibende Richtung und einen Grundbestand gibt, auf den neue Aktionen aufsetzen können. Ein kleiner Takt, der durchgehalten wird, schlägt meist ein großes Feuerwerk mit anschließender Funkstille.
Ein tragfähiges Grundgerüst besteht aus wenigen Dingen:
Trifft mehr als einer dieser Punkte zu, liegt die Lösung eher in der Planung als in der nächsten Idee.
Ein praktischer Einstieg: Lege für zwölf Monate fest, welche Anlässe es gibt (Messen, Produktstarts, Saisonspitzen), und plane rückwärts, was davor, währenddessen und danach kommuniziert wird. Der Grundtakt läuft das ganze Jahr durch, die Anlässe setzen Akzente. So entsteht auch Material, das sich mehrfach nutzen lässt. Wie du Ziele dafür formulierst, steht in „Mehr Sichtbarkeit“ ist kein Marketingziel. Und wenn du wissen willst, welche Kanäle sich überhaupt auswerten lassen, hilft Warum die meisten Unternehmen nicht wissen, welcher Marketing-Kanal funktioniert.
Je mehr Dienstleister einzeln arbeiten, desto schwerer wird Kontinuität. Jeder hat seinen eigenen Takt, seine eigene Optik, sein eigenes Briefing. Warum das selbst bei guter Einzelleistung zu schwachen Gesamtergebnissen führt, beschreibt Fünf gute Dienstleister, ein schwaches Ergebnis.
Wenn du merkst, dass dein Marketing mehr aus Einzelaktionen als aus einem Plan besteht, lohnt sich ein gemeinsamer Blick auf Kanäle, Takt und Zuständigkeiten. Was wir dafür aus einer Hand anbieten, siehst du hier.