

Ein Website-Baukasten wie Wix sei für kleine Unternehmen fast immer die schnellere und günstigere Wahl, WordPress dagegen kompliziert und eher etwas für Konzerne mit eigener IT-Abteilung. Dieser Eindruck hält sich hartnäckig – und stimmt in dieser Pauschalität nicht mehr. Die ehrliche Antwort hängt weniger vom technischen Können ab als davon, was deine Website in zwei oder drei Jahren leisten soll.
Wix und Squarespace sind SaaS-Baukästen: Design, Hosting, Wartung und Backend laufen komplett beim Anbieter, du zahlst eine monatliche Miete und bleibst innerhalb eines vorgegebenen Systems. WordPress ist Open-Source-Software, die du selbst hostest (oder hosten lässt) und die du mit Themes, Plugins und Page-Buildern frei zusammenstellst. Das bedeutet auch: Bei WordPress gehört dir die Website inklusive aller Daten wirklich, bei einem Baukasten bist du an den Anbieter gebunden – ein Wechsel später ist mit echtem Migrationsaufwand verbunden.
Für ein Portfolio, eine einfache Vereinsseite oder einen ersten Online-Auftritt ohne größere Wachstumsambitionen ist das oft ausreichend – und ehrlicherweise die pragmatischere Lösung als eine überdimensionierte WordPress-Installation.
Der Preis dafür: WordPress verlangt laufende Pflege – Updates, Backups, Sicherheitsmonitoring – entweder durch dich selbst oder durch einen Dienstleister. Genau technische Vernachlässigung ist einer der häufigsten Gründe für eine langsame WordPress-Website, und auch zu viele wahllos installierte Plugins können das System ausbremsen, wenn niemand die Struktur im Blick behält.
Ein reiner Preisvergleich der monatlichen Kosten führt in die Irre. Beim Baukasten zahlst du eine planbare Miete, in der Wartung und Hosting enthalten sind. Bei WordPress kommen Hosting, gegebenenfalls Premium-Plugins und – wenn du es nicht selbst machst – die Kosten für laufende Pflege dazu. Dafür sparst du bei WordPress mittelfristig oft an anderer Stelle: keine Funktions-Upgrades, die nur in teureren Tarifstufen freigeschaltet sind, keine Transaktionsgebühren-Fallen, keine Zwangsmigration, wenn die Seite über die Baukasten-Grenzen hinauswächst.
Viele Unternehmen wählen den Baukasten, weil er anfangs günstiger und schneller wirkt – und migrieren zwei Jahre später doch zu WordPress, wenn die Website zum zentralen Marketinginstrument werden soll. Diese nachträgliche Migration kostet in der Regel deutlich mehr als eine von Anfang an durchdachte Plattformwahl. Wer sich unsicher ist, ob eine Umsetzung durch einen Freelancer oder eine Agentur sinnvoller ist, oder wissen möchte, wie lange ein realistischer Zeitplan von Konzept bis Launch aussieht, findet dazu mehr in unseren anderen Beiträgen.
Wenn du gerade vor der Plattformentscheidung stehst und nicht nur die Technik, sondern auch Design, Content und Marketing von Anfang an zusammendenken willst, ist das ein Gespräch, das sich lohnt – schau dir dazu gern an, wie wir Webprojekte bei M2K angehen, oder nimm direkt Kontakt auf.