

Ein vollständiges WordPress-Backup besteht immer aus zwei Teilen: den Dateien (Themes, Plugins, Uploads, wp-config.php) und der Datenbank, in der alle Beiträge, Seiten, Einstellungen und Nutzer liegen. Fehlt einer der beiden Teile, lässt sich die Website im Ernstfall nicht sauber wiederherstellen. Genau an dieser Stelle machen die meisten Einrichtungen den ersten Fehler.
Diese Anleitung zeigt, wie du ein Backup aufsetzt, das im Notfall auch wirklich funktioniert: mit klarer Aufteilung, sinnvollem Rhythmus, externem Speicherort und einem Restore-Test.
Ein Backup wird selten aus Vorsicht gebraucht, sondern aus einem konkreten Anlass: Ein Plugin-Update legt die Seite lahm, ein Angriff schleust Schadcode ein, der Hoster hat ein Speicherproblem, oder jemand löscht versehentlich die falsche Seite. In all diesen Fällen entscheidet die Frage, wie alt dein letzter funktionierender Stand ist und wo er liegt.
wp-content/uploads mit allen Bildern und Dokumenten. Er ist meist der größte Teil des Backups.wp-content/themes und wp-content/plugins, inklusive individueller Anpassungen am Child-Theme.wp-config.php und die .htaccess.Die WordPress-Kerndateien selbst sind ersetzbar, denn sie lassen sich jederzeit neu von wordpress.org laden. Trotzdem ist ein Komplettbackup unkomplizierter, weil du im Notfall nicht überlegen musst, was fehlt.
Viele Hoster legen tägliche Backups an, oft im Kundenmenü unter „Backups“ oder „Snapshots“. Klär drei Dinge ab: Wie oft wird gesichert, wie lange werden Stände aufbewahrt, und kannst du selbst wiederherstellen oder musst du den Support anschreiben? Ein Hoster-Backup ist ein guter Grundstock. Es liegt aber auf derselben Infrastruktur wie deine Website. Fällt der Account aus oder wird gesperrt, ist beides weg. Deshalb reicht es allein nicht.
Für ein eigenes, vom Hoster unabhängiges Backup ist ein Plugin der einfachste Weg. Verbreitet sind zum Beispiel UpdraftPlus, BackWPup oder Duplicator. Am Beispiel von UpdraftPlus geht es so:
Aus der IT stammt eine einfache Faustregel: drei Kopien deiner Daten, auf zwei unterschiedlichen Speichermedien, davon eine an einem anderen Ort. Für eine WordPress-Website heißt das konkret: die Live-Seite selbst, das Hoster-Backup und eine Kopie in einem externen Cloud-Speicher. Wer zusätzlich ab und zu einen Stand lokal herunterlädt, ist gut abgedeckt.
Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Annahme. Häufige Stolpersteine: unvollständige Archive durch abgebrochene Jobs, Speicherlimits beim Hoster, Datenbankexporte mit falschem Zeichensatz oder Backups, die nur die Dateien enthalten. Teste die Wiederherstellung deshalb mindestens einmal im Quartal, am besten in einer Staging-Umgebung oder auf einer Testdomain, damit deine Live-Seite unberührt bleibt. Prüfe danach, ob Startseite, Formulare, Menüs und Bilder vollständig da sind.
Automatische Sicherungen laufen nach Plan, nicht nach Anlass. Bevor du WordPress-Core, das Theme oder mehrere Plugins auf einmal aktualisierst, starte kurz selbst ein Backup. Das kostet zwei Minuten und erspart dir, im Zweifel den Stand von gestern Nacht zurückzuholen und Änderungen des Tages zu verlieren. Weil Plugin-Konflikte ein häufiger Auslöser sind, lohnt sich auch ein Blick in unsere Checkliste zu Plugin-Menge und Diagnose.
Das hängt davon ab, wie oft sich Inhalte ändern. Bei Shops und Seiten mit Formularen oder Buchungen täglich, bei klassischen Unternehmensseiten wöchentlich. Faustregel: Der Zeitraum zwischen zwei Backups ist das, was du im schlimmsten Fall verlierst.
Als Basis ja, als einzige Sicherung nein. Es liegt auf derselben Infrastruktur und lässt sich oft nur mit Aufwand oder gegen Gebühr zurückspielen.
Ja, das ist als dritte Kopie sinnvoll. Als einziger Speicherort taugt es nicht, weil es nur passiert, wenn du daran denkst.
Backups enthalten personenbezogene Daten, etwa Kommentare oder Formulareinträge. Wähle deshalb einen Speicherort mit Serverstandort in der EU und einem Auftragsverarbeitungsvertrag.
Backups sind ein Baustein von vielen, wenn eine Website zuverlässig laufen soll. Wenn du dich um Technik, Updates und Pflege nicht selbst kümmern willst oder Zweifel hast, ob deine Seite im Ernstfall wiederherstellbar ist, schau dir an, wie wir bei M2K Webdesign und WordPress-Betreuung aufsetzen, oder schreib uns für eine kurze Einschätzung. Wenn deine Seite außerdem langsam ist, hilft dir unser Beitrag Warum ist meine WordPress-Website so langsam? weiter.