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WordPress Backup einrichten: So sicherst du deine Website richtig und testest die Wiederherstellung

29. September 2026
M2K Redaktion

Ein vollständiges WordPress-Backup besteht immer aus zwei Teilen: den Dateien (Themes, Plugins, Uploads, wp-config.php) und der Datenbank, in der alle Beiträge, Seiten, Einstellungen und Nutzer liegen. Fehlt einer der beiden Teile, lässt sich die Website im Ernstfall nicht sauber wiederherstellen. Genau an dieser Stelle machen die meisten Einrichtungen den ersten Fehler.

Diese Anleitung zeigt, wie du ein Backup aufsetzt, das im Notfall auch wirklich funktioniert: mit klarer Aufteilung, sinnvollem Rhythmus, externem Speicherort und einem Restore-Test.

Wann du ein Backup brauchst, ist meistens ein Montagmorgen

Ein Backup wird selten aus Vorsicht gebraucht, sondern aus einem konkreten Anlass: Ein Plugin-Update legt die Seite lahm, ein Angriff schleust Schadcode ein, der Hoster hat ein Speicherproblem, oder jemand löscht versehentlich die falsche Seite. In all diesen Fällen entscheidet die Frage, wie alt dein letzter funktionierender Stand ist und wo er liegt.

Was gesichert werden muss

  • Datenbank: Inhalte, Einstellungen, Menüs, Formularergebnisse, Nutzer. Sie ändert sich bei jedem Beitrag, jedem Kommentar und bei vielen Plugins ständig.
  • Uploads: der Ordner wp-content/uploads mit allen Bildern und Dokumenten. Er ist meist der größte Teil des Backups.
  • Themes und Plugins: wp-content/themes und wp-content/plugins, inklusive individueller Anpassungen am Child-Theme.
  • Konfiguration: wp-config.php und die .htaccess.

Die WordPress-Kerndateien selbst sind ersetzbar, denn sie lassen sich jederzeit neu von wordpress.org laden. Trotzdem ist ein Komplettbackup unkomplizierter, weil du im Notfall nicht überlegen musst, was fehlt.

Schritt 1: Prüfen, was dein Hoster schon sichert

Viele Hoster legen tägliche Backups an, oft im Kundenmenü unter „Backups“ oder „Snapshots“. Klär drei Dinge ab: Wie oft wird gesichert, wie lange werden Stände aufbewahrt, und kannst du selbst wiederherstellen oder musst du den Support anschreiben? Ein Hoster-Backup ist ein guter Grundstock. Es liegt aber auf derselben Infrastruktur wie deine Website. Fällt der Account aus oder wird gesperrt, ist beides weg. Deshalb reicht es allein nicht.

Schritt 2: Ein Backup-Plugin einrichten

Für ein eigenes, vom Hoster unabhängiges Backup ist ein Plugin der einfachste Weg. Verbreitet sind zum Beispiel UpdraftPlus, BackWPup oder Duplicator. Am Beispiel von UpdraftPlus geht es so:

  1. Plugin unter Plugins → Installieren hinzufügen und aktivieren.
  2. Unter Einstellungen → UpdraftPlus-Backups → Einstellungen den Rhythmus festlegen: Dateien wöchentlich, Datenbank täglich, wenn sich auf der Seite oft etwas ändert. Bei einer statischen Unternehmensseite genügt oft wöchentlich für beides.
  3. Aufbewahrung wählen: mindestens vier Stände, besser so, dass du etwa 30 Tage zurückgehen kannst. Manche Schäden, etwa eingeschleuster Schadcode, fallen erst nach Tagen auf.
  4. Einen externen Speicherort verbinden, zum Beispiel Google Drive, Dropbox, ein S3-kompatibler Speicher oder ein eigener Server per SFTP.
  5. Einmal manuell ein Backup starten und prüfen, ob es am Zielort ankommt.

Schritt 3: Die 3-2-1-Regel anwenden

Aus der IT stammt eine einfache Faustregel: drei Kopien deiner Daten, auf zwei unterschiedlichen Speichermedien, davon eine an einem anderen Ort. Für eine WordPress-Website heißt das konkret: die Live-Seite selbst, das Hoster-Backup und eine Kopie in einem externen Cloud-Speicher. Wer zusätzlich ab und zu einen Stand lokal herunterlädt, ist gut abgedeckt.

Schritt 4: Die Wiederherstellung testen

Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Annahme. Häufige Stolpersteine: unvollständige Archive durch abgebrochene Jobs, Speicherlimits beim Hoster, Datenbankexporte mit falschem Zeichensatz oder Backups, die nur die Dateien enthalten. Teste die Wiederherstellung deshalb mindestens einmal im Quartal, am besten in einer Staging-Umgebung oder auf einer Testdomain, damit deine Live-Seite unberührt bleibt. Prüfe danach, ob Startseite, Formulare, Menüs und Bilder vollständig da sind.

Vor jedem größeren Update ein manuelles Backup

Automatische Sicherungen laufen nach Plan, nicht nach Anlass. Bevor du WordPress-Core, das Theme oder mehrere Plugins auf einmal aktualisierst, starte kurz selbst ein Backup. Das kostet zwei Minuten und erspart dir, im Zweifel den Stand von gestern Nacht zurückzuholen und Änderungen des Tages zu verlieren. Weil Plugin-Konflikte ein häufiger Auslöser sind, lohnt sich auch ein Blick in unsere Checkliste zu Plugin-Menge und Diagnose.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich ein WordPress-Backup machen?

Das hängt davon ab, wie oft sich Inhalte ändern. Bei Shops und Seiten mit Formularen oder Buchungen täglich, bei klassischen Unternehmensseiten wöchentlich. Faustregel: Der Zeitraum zwischen zwei Backups ist das, was du im schlimmsten Fall verlierst.

Reicht das Backup meines Hosters?

Als Basis ja, als einzige Sicherung nein. Es liegt auf derselben Infrastruktur und lässt sich oft nur mit Aufwand oder gegen Gebühr zurückspielen.

Kann ich WordPress-Backups auf meinem Rechner speichern?

Ja, das ist als dritte Kopie sinnvoll. Als einziger Speicherort taugt es nicht, weil es nur passiert, wenn du daran denkst.

Was ist mit der DSGVO?

Backups enthalten personenbezogene Daten, etwa Kommentare oder Formulareinträge. Wähle deshalb einen Speicherort mit Serverstandort in der EU und einem Auftragsverarbeitungsvertrag.

Backups sind ein Baustein von vielen, wenn eine Website zuverlässig laufen soll. Wenn du dich um Technik, Updates und Pflege nicht selbst kümmern willst oder Zweifel hast, ob deine Seite im Ernstfall wiederherstellbar ist, schau dir an, wie wir bei M2K Webdesign und WordPress-Betreuung aufsetzen, oder schreib uns für eine kurze Einschätzung. Wenn deine Seite außerdem langsam ist, hilft dir unser Beitrag Warum ist meine WordPress-Website so langsam? weiter.

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