

Montag nach der Messe. Auf dem Schreibtisch liegt ein Stapel Visitenkarten, im Handy stecken vierzig Fotos von Namensschildern, im Kopf ein paar gute Gespräche. Im Kalender steht ein Kundentermin, danach ein Jour fixe. Das Nachfassen verschiebst du auf Donnerstag. Dann auf nächste Woche. Und dann ist die Messe vier Wochen her.
So enden erstaunlich viele Messeauftritte: Der Stand war gut, die Gespräche waren gut, und trotzdem passiert danach nichts. Das Problem sitzt selten am Stand. Es sitzt im Prozess dahinter.
Das Follow-up beginnt vor der Messe. Lege fest, was du von jedem Gespräch festhalten willst: Name, Firma, Rolle, das konkrete Thema, der gewünschte nächste Schritt. Ein einfaches Formular oder eine Lead-App reicht, wichtig ist, dass alle am Stand dieselben Felder ausfüllen.
Sinnvoll ist eine Einteilung in drei Stufen:
Beachte bei Letzterem die Datenschutzregeln: Eine Visitenkarte ersetzt keine Einwilligung für Newsletter-Marketing. Kläre am Stand, wie du den Kontakt nutzen darfst.
Eine feste Regel gibt es nicht, aber als Faustformel hat sich bewährt, innerhalb von ein bis zwei Werktagen nach Messeende die erste Nachricht zu senden, vorbereitet schon vor der Messe. Je länger du wartest, desto mehr musst du erklären, wer du bist. Wichtiger als Tempo ist der Bezug: Ein Satz zum konkreten Gespräch schlägt jede Standardvorlage.
Kurz, konkret, mit einem klaren nächsten Schritt:
Gute Messeauftritte denken Stand, Content, Vorbereitung und Nachbereitung zusammen. Das beginnt bei der Frage, wen du erreichen willst, und endet nicht mit dem Abbau. Warum Vorbereitung entscheidender ist als der Stand selbst, haben wir in Der Messestand ist selten das Problem beschrieben. Und woran du den Erfolg eines Auftritts über die Gästezahl hinaus misst, steht in Woran erkennst du, ob dein Firmenevent wirklich erfolgreich war?
Wenn ihr vor einer Messe steht und Konzept, Auftritt und Nachbereitung aus einem Guss planen wollt, sprechen wir gerne darüber. Meld dich einfach über unseren Kontakt.