

Ein A4-Flyer im Offsetdruck braucht in der Regel Bilder mit 300 dpi in tatsächlicher Druckgröße. Trotzdem landen in Druckereien und Grafikabteilungen ständig Dateien, die im Druck verpixelt, unscharf oder farblich verschoben wirken. Meistens liegt das nicht an schlechten Fotos, sondern an vier immer wiederkehrenden Fehlern beim Export – und an einem Missverständnis darüber, was dpi überhaupt misst.
dpi steht für dots per inch – die Anzahl der Druckpunkte, die eine Druckmaschine auf einer Strecke von einem Zoll (2,54 cm) platziert. Der entscheidende Punkt: dpi ist keine feste Eigenschaft eines Bildes, sondern das Verhältnis zwischen Pixelanzahl und tatsächlicher Ausgabegröße.
Ein Bild mit 3000 × 2000 Pixel erreicht bei einer Ausgabegröße von 10 × 6,7 cm rund 760 dpi. Bei 30 × 20 cm sind es nur noch etwa 250 dpi, weil sich dieselbe Pixelmenge über eine größere Fläche verteilt. Die Angabe „Auflösung: 300 dpi“ in den Metadaten einer Datei sagt deshalb wenig aus – entscheidend ist immer die Pixelanzahl im Verhältnis zur geplanten Druckgröße.
Die benötigte Pixelbreite lässt sich einfach berechnen: Druckbreite in Zentimetern geteilt durch 2,54, multipliziert mit der gewünschten dpi-Zahl. Für einen A4-Flyer (21 cm Breite) bei 300 dpi ergibt das rund 2480 Pixel Breite.
Die meisten Probleme in der Druckvorstufe lassen sich auf eine Handvoll wiederkehrender Ursachen zurückführen.
Logos, Icons und Illustrationen mit klaren Flächen und Linien gehören als Vektorgrafik angelegt (AI, EPS oder SVG). Sie lassen sich verlustfrei auf jede Größe skalieren, vom Visitenkartenlogo bis zur Hausfassade. Fotos dagegen sind immer Pixelgrafiken – hier zählt ausschließlich die Ausgangsauflösung der Kamera- oder Scandatei, eine nachträgliche Vektorisierung funktioniert nur bei sehr einfachen Motiven.
Saubere Druckdaten sind am Ende reine Handwerksarbeit, aber sie entscheiden sichtbar über die Wirkung eines gedruckten Produkts. Bei M2K gehört die Aufbereitung von Druckdaten – von der Bildauflösung bis zum Farbprofil – standardmäßig zu unseren Grafik- und Kommunikationsdesign-Leistungen, genau wie die Frage, wie Print-Materialien zur restlichen Markenkommunikation passen. Mehr dazu, wie eine Marke über einzelne Materialien hinaus konsistent wirkt, liest du in unserem Artikel Was ist Branding?